Die Zusammenarbeit mit einem externen Logistikdienstleister (3PL) bringt eine Vielzahl von Vorteilen mit sich, darunter eine höhere Flexibilität auf der Kundenseite und geringere Kosten pro Einheit. Gleichzeitig kann sich der Kunde stärker auf sein eigenes Produkt und den Mehrwert für seine Endkunden konzentrieren. Es ist jedoch fair zu sagen, dass diese Dienstleistung, um gut erbracht zu werden, auch die Bewältigung spezifischer betrieblicher, kommunikativer und technologischer Herausforderungen erfordert. Zu den häufigsten Problemen, die wir bei unseren Kunden festgestellt haben, gehören Ungenauigkeiten im Lagerbestand, hohe Kosten, schlechte Transparenz des Warenflusses und Schwierigkeiten bei der Skalierung in der Saison. Warum sprechen/schreiben wir über diese Probleme? Es ist notwendig, den 3PL-Service als einen sehr komplexen Service zu betrachten und ein robustes System einzurichten, das in jeder Hinsicht gut verstanden wird.
Im Folgenden finden Sie konkrete Beispiele aus unserer Praxis im Rahmen von 3PL und deren Lösungen:
1. Ungenaue Bestandsaufnahme und Bestandsverwaltung
Problem: Unstimmigkeiten zwischen dem Soll- und dem Ist-Bestand, langsame Wareneingänge, Verlust oder Beschädigung von Produkten, schwierige Rückverfolgbarkeit (Traceability).
Lösung: Implementierung eines fortschrittlichen WMS (Warehouse Management System): Bestandsverfolgung in Echtzeit.
Barcodes/RFID: Automatisierung des Wareneingangs und -ausgangs zur Vermeidung menschlicher Fehler.
Regelmäßige zyklische Bestandsaufnahmen: Anstelle einer großen jährlichen Bestandsaufnahme sollten kontinuierliche Prüfungen durchgeführt werden.
2. Langsame Auftragsabwicklung und Fehler bei der Kommissionierung
Problem: Geringe Lagerproduktivität, hohe Prozentzahl fehlerhaft versandter Bestellungen (falsches Produkt/Stückzahl), Nichterfüllung der SLAs (Service Level Agreements).
Lösung: Lageroptimierung (Slotting): Platzierung der meistverkauften Produkte (A-Artikel) näher bei Warenauslieferung.
Automatisierung der Verpackung: Einführung halbautomatischer Verpackungslinien.
Optimierte Kommissionierwege: Das WMS weist die Mitarbeiter auf den effizientesten Weg durch das Lager hin.
3. Eingeschränkte Sichtbarkeit und schlechte Kommunikation
Problem: Der Kunde weiß nicht, wo sich die Ware befindet, es fehlen Echtzeitdaten, Informationen über ausverkaufte Artikel kommen zu spät.
Lösung: Systemintegration (API): Direkte Verbindung des E-Shops/ERP des Kunden mit dem WMS des Anbieters.
Kundenportal: Online-Dashboard zur Verfolgung von Bestellungen und Lagerbeständen in Echtzeit.
4. Unfähigkeit zur Skalierung (saisonale Schwankungen)
Problem: Der 3PL kann die Bestellungen während der Weihnachtssaison (Q4) oder bei schnellem Unternehmenswachstum nicht bearbeiten, was zu Frustration bei den Kunden führt.
Lösung: Flexible Infrastruktur: Auswahl eines 3PL-Partners, der Erfahrung mit Volumensteigerungen hat und skalierbare Lagerflächen anbietet.
Im Voraus vereinbarte Pläne für Spitzenzeiten: Vertragliche Sicherung zusätzlicher Arbeitskräfte und Transportkapazitäten.
5. Hohe und nicht transparente Kosten
Problem: Steigende Transportkosten, versteckte Lagergebühren, uneffiziente Raumnutzung.
Lösung: Optimierung der Routen und Konsolidierung der Sendungen: Einsatz eines TMS (Transportation Management System) zur Senkung der Transportkosten.
Optimierung der Lageraufteilung: Erhöhung der Lagerdichte und Nutzung des vertikalen Raums (Regale).
Transparente SLAs: Klare Definition der Gebühren für einzelne Vorgänge (Kommissionierung, Verpackung, Lagerung).
6. Komplizierte Rückwärtslogistik (Rücksendungen), insbesondere im E-Commerce
Problem: Langsame Bearbeitung von Rücksendungen, keine Möglichkeit, Waren schnell wieder in den Verkauf zu bringen, hohe Kosten für Rücksendungen.
Lösung: Automatisierter Rücksendungsprozess: Schnelle Kontrolle, Umpacken und Einlagern (Returns Management System).
Nutzung spezieller Zonen für Rücksendungen: Schnellerer Inspektionsprozess.
7. Arbeitskräftemangel und Sicherheit
Problem: Hohe Fluktuation, schwierige Suche nach qualifiziertem Bedienungspersonal, Sicherheitsrisiken am Arbeitsplatz.
Lösung: Investitionen in Automatisierung und Robotik: Verringert die Abhängigkeit von manueller Arbeit (z. B. AMR-Roboter, Förderbänder).
Schulungen und moderne Fördertechnik: Erhöhung der Sicherheit und Effizienz der Arbeit.
Für uns als Rubikon stand immer an erster Stelle, Risiken zu erkennen und zu beseitigen, um einen Service zu gewährleisten, mit dem unsere Kunden langfristig äußerst zufrieden sind. Ja, wir könnten einfach zuerst alle Vorteile der Nutzung von 3PL-Dienstleistungen erwähnen, aber wir fokussieren in erster Linie auf die Lösungen. Diese müssen unter Berücksichtigung der Anforderungen der jeweiligen Dienstleistung erbracht werden, damit sie wirklich effektiv sind und der Kunde sich auf die Entwicklung seines eigenen Geschäfts konzentrieren und die Logistik den Experten überlassen kann.
Wie wählt man also den richtigen 3PL-Anbieter aus, um diese Risiken zu minimieren? Wir beantworten Ihnen gerne diese Frage und werden zu Ihrem langfristigen und vertrauenswürdigen Partner.